Angedacht - der Wohnzimmergottesdienst

Epheser 5:8-9

Verhaltet euch so, wie Menschen des Lichts sich verhalten. Ihr wisst doch: Die Frucht, die vom Licht hervorgebracht wird, besteht in allem, was gut, gerecht und wahr ist.
Neue Genfer Übersetzung, 2011

Du bist im Büro, bei Deinem Kollegen.
Die Tür geht auf und es wird eisig kalt.
Das Gespräch brichst Du sofort ab.

Aber vielleicht kennst Du auch diese Situation:

Du sitzt mit Freunden zusammen.
Irgendwie schleppt sich das Gespräch dahin.
Es klingelt an der Tür.
Der letzte Gast ist da.
Er betritt den Raum, alle lachen und es wird ein schöner Abend.

Jeder Mensch hat Strahlkraft.
Von jedem geht etwas aus.
Die Frage ist nur, was?

Paulus ermahnt die Christen in Ephesus:
„Achtet darauf, was von Euch ausgeht! Verhaltet Euch so, wie Menschen des Lichts sich verhalten!“

Bringe Menschen zum Lächeln!
Zaubere ein Lächeln auf das Gesicht Deiner Mitarbeiter!
Lächele Deine Therapeutin an!
Lächele den Polizisten an, der Dich kontrolliert!

So wird es um Dich herum ein wenig heller.

Wir brauchen dieses Lächeln.
Wir sind alle angespannt.
Für alle ist die Situation ganz neu!

Diese Welt braucht Licht.

Jesus ist das Licht der Welt! (Johannes 8:12).
Menschen, die ihm vertrauen, sind das Licht der Welt! (Matthäus 5:14)

So bleibt es also spannend:

Es wird hell mit einem einzigen Christen im Büro.
Es wird hell mit einem einzigen Christen in der Schlange an der Kasse.
Es wird hell mit einem einzigen Christen in Deiner Praxis.
Es wird hell mit einem einzigen Christen im Krankenzimmer.
Es wird hell mit einem einzigen Christen am Esstisch in Deinem Zuhause!

Es wird hell mit einem einzigen Christen!

So ist das, sagt Jesus.

Du bist das Licht der Welt! Wer denn sonst?

Lukas 2:28-30

Simeon nahm das Kind in seine Arme, pries Gott und sagte: „Herr, nun kann dein Diener in Frieden sterben, denn du hast deine Zusage erfüllt. Mit eigenen Augen habe ich das Heil gesehen, das du für alle Völker bereitet hast“. Neue Genfer Übersetzung, 2011

Simeon hatte eine Vision.

Eine Vision ist ein gefülltes Bild der Zukunft!

Gott hatte Simeon seine Pläne offengelegt.

Schon beim Aufstehen trug ihn diese Vision.

Diese Vision hielt ihn lebendig.

Diese Vision hielt seinen Glauben wach.

Diese Vision gab seinem Leben Tiefgang, in allen Bereichen.

Das ist lange her.

Über die Jahre ist er weiß geworden.

Die Schultern nach vorn gebeugt,

den Stock in der Rechten,

geht er in den Tempel.

So wartet er, Tag für Tag, Jahr für Jahr.

Die Leute in der Stadt schmunzeln über den merkwürdigen Alten.

Doch er wartet.

Gottes Vision, seine Vision, ist immer noch lebendig.

Der Alte ist auch noch lebendig

Sein Glaube hat noch immer Feuer!

Eine Frau und ein Mann gehen mit dem ersten Weihnachtsgeschenk, das es auf dieser Welt gab, in den Tempel.

Plötzlich kommt ein alter Mann auf sie zu.

Sie kennen ihn nicht.

Schon oft hatte er erlebt, dass Eltern ihr Kind nach jüdischer Tradition in den Tempel bringen.

Aber jetzt rast sein Herz.

Dieses kleine Kind – Jesus - ist der Messias, der Christus.

Dann läuft er hin.

Er nimmt der erstaunten Mutter behutsam das Kind aus den Armen und betet:

„Herr, jetzt kann ich in Frieden sterben. Denn ich habe den Befreier gesehen, den du der ganzen Welt gegeben hast. Er ist das Licht für alle Völker, und er wird der Ruhm für dein Volk Israel sein.“

Gott hat einen Plan: Jesus trägt die Sünde der ganzen Welt.

Jesaja 53:5

Wegen unserer Sünden wurde er durchbohrt. Er wurde für uns bestraft – und wir?
Wir haben nun Frieden mit Gott

Gott hat sein Wort gehalten.
Das tut er bis heute!

Johannes 16:22

Auch ihr seid jetzt traurig; doch ich werde wieder zu euch kommen. Dann wird euer Herz voll Freude sein, und diese Freude kann euch niemand mehr nehmen.

Unbändig hast Du Dich auf die Zeit mit Deinen Freunden gefreut.
Ihr habt die Zeit miteinander genossen:

Die Gespräche,
die Spaziergänge,
das gute Essen.

Jetzt ist Abschied angesagt.
Noch schneller als gedacht, ist die Zeit verflogen.
Ihr drückt Euch.
Die Autotüren schließen.
Der Wagen biegt um die Ecke.

Nun ist plötzlich alles nur noch Erinnerung.

So müssen die Freunde von Jesus sich gefühlt haben.

Seit einiger Zeit spricht Jesus von seinem Leiden, von seinem Tod, sogar von seiner Auferstehung.
Sie verstehen nicht, was Jesus jetzt hat.
Sie haben Pläne für Jesus geschmiedet.
Aber an Abschied denkt niemand.

Sie merken, dass etwas anders ist.
Jesus ist anders.
Die Situation spitzt sich zu.
Traurigkeit legt sich auf die Freunde von Jesus.
Geht hier etwas unwiderruflich zu Ende?

Mitten in ihre Traurigkeit spricht Jesus sein Wort von der Freude, die niemand nehmen kann.
Mitten in Deine Traurigkeit spricht Jesus heute sein Wort von der Freude, die niemand nehmen kann.

Jesus mutet es uns zu, dieses Wort zu hören in der Traurigkeit!

Wie wird aus Traurigkeit Freude, die niemand nehmen kann?

Jesus: Ich werde (wieder) zu euch kommen. Dann wird euer Herz voll Freude sein.

In der Begegnung mit Jesus wird aus Traurigkeit Freude!

Nimm Dir jeden Tag, vielleicht öfter, diesen Moment mit Jesus:

Jesus, hier bin ich!
Danke, Jesus, Du bist bei mir!
Komm mit Deinem Frieden zu mir!
Schenk mir jetzt diese Freude, die niemand nehmen kann!

Jesus ist da und mit ihm kommt sein Friede und auch die Freude, die niemand nehmen kann.

Epheser 2:22

Durch Christus seid auch ihr in dieses Bauwerk eingefügt, in dem Gott durch seinen Geist wohnt.

Auch ihr …
Ihr auch?

Verwundert reiben sich einige die Augen!
Die gehören auch dazu?

Das waren die Probleme in den ersten Gemeinden, vor 2000 Jahren!
Viel geändert hat sich an der Stelle leider nicht.

Gemeinde neigt – wie jede andere menschliche Ansammlung – zu einer gewissen Exklusivität.
Irgendwie muss das geklärt sein: Wer gehört dazu – und wer nicht?

Nun ist die Gemeinde von Jesus nicht eine Ansammlung von Menschen – wie jede andere.

Ein Kenner der Materie – Paulus - nennt die Gemeinde ein „Bauwerk“!

Dieses Bauwerk ist nie fertig!
Dieses Bauwerk ist somit in Veränderung! Immer!
Dieses Bauwerk besteht nicht aus Mauern, auch nicht aus Holz!
In diesem Bauwerk wohnt Gott durch seinen Geist!

Dieses Bauwerk besteht aus Menschen!
Dieses Bauwerk dehnt sich aus!
Dieses Bauwerk kennt keine Mauern!

Wie kommen nun Menschen zu diesem Bauwerk?

Menschen aus allen Kulturen, aus allen Ländern,
Menschen jeglichen Alters werden hinzugefügt … durch Christus!

Christus fügt hinzu!

Das entspannt – das ist sein Werk – und wir dürfen mitanpacken an seinem Werk!

Das fordert heraus: Sich abgrenzen ist so gar nicht in Gottes Plan!

Das war und ist Sprengstoff – schon seit 2000 Jahren!
Das war und ist die Chance – schon seit 2000 Jahren!

Wie ist das möglich, dass so unterschiedliche Menschen dieses Bauwerk bilden?

Gott wohnt durch seinen Geist in diesem Bauwerk!

Gottes Geist verbindet nachhaltig – bis in Ewigkeit!

Gemeinde von Jesus ist echt der Knüller!

Johannes 6:37

Alle, die der Vater mir gibt, werden zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausweisen. Neue Genfer Übersetzung, 2011

Ich kann mich noch sehr genau erinnern, wie das war.

Ich war vier Tage nicht zu Hause. Nur vier Tage!
Aber ich hatte Sehnsucht nach Anette und ich hatte Sehnsucht nach unseren Kindern.
Und dann kam ich um die Ecke.
Ich habe geklingelt, bin die Treppen hinauf gegangen.
Und da standen sie, alle drei: Herzlich willkommen!

Das ist eine wunderbare Erfahrung: Ich bin herzlich willkommen!

Tatsächlich bist Du herzlich willkommen!

In Deiner Familie!
Bei Deinen Freunden!
Bei Deinen Kollegen!
In Deiner Familie!

Wie gut tun uns diese Beziehungen.
Und wie gut tun wir (hoffentlich) diesen Menschen.

Für viele Menschen bist Du ein Geschenk!

Und tatsächlich bist Du auch für Jesus ein Geschenk.

Du bist das Geschenk Gottes an Jesus.
Als Geschenk bist du vom Vater Jesus anvertraut.

Jesus geht sehr achtsam mit diesem Geschenk um, mit Dir!

Er achtet auf Deine Wege!
Er gibt acht auf Deine Seele!
Er umgibt dich mit Gnade und mit Barmherzigkeit!
Er vergibt Dir Deine Schuld!
Er heilt Deine Seele!
Er macht Dich zu einem Beginner
und schenkt Dir ewiges Leben.

Er freut sich darauf, eine ganze Ewigkeit mit Dir zu verbringen.

Auf ewig Dein! – wie wahr – und wie gut!

Jesus:

Johannes 6:47

Ich versichere euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben.

Neue Genfer Übersetzung, 2011

Psalm 147:11

Gefallen hat der Herr an denen, die ihm mit Ehrfurcht begegnen und voller Zuversicht darauf warten, dass er seine Güte zeigt. Neue Genfer Übersetzung, 2011

„Beeindruckend!“, so entfährt es uns manchmal.

Gut, dass wir das wahrnehmen und auch würdigen!

In diesen Tagen ist das wichtig:
Schönes sehen, wahrnehmen und genau darüber sprechen:

Das hast Du gut gemacht!
Das hat mir gutgetan!
Das hat so gut geschmeckt!
Es ist Frühling!
Oder: Beeindruckend!

„Beeindruckend!“, so kann auch Gott tatsächlich sprechen!

Vielleicht überrascht Dich das!

Dein Gottesbild zeigt Dir eher einen strengen Vater,

dem Du es nie rechtmachen kannst,
der immer einen Fehler findet,
der Dich antreibt!

So ist Gott ganz offensichtlich nicht!
Tu Dir etwas Gutes: Verabschiede Dich von diesem Gottesbild!

Gott ist beeindruckt!

Wirklich! Er ist beeindruckt:

Du begegnest ihm mit Achtung, mit Wertschätzung!
Du bist ganz zuversichtlich: Er wird Dir voller Güte begegnen!

„Respekt!“, sagt Gott zu Dir. Das ist meine Tochter!
„Respekt!“, sagt Gott zu Dir. Das ist mein Sohn!

Merken wir etwas?

Es geht Gott um Deine Beziehung zu ihm!

Nimm Dir Zeit in diesen Tagen:

Freue Dich über Deine Frau / Deinen Mann!
Freue Dich über Deine Kinder!
Es ist Frühling! Sieh Dir die Blumen und Knospen an – und sei begeistert!

Und freue Dich über Deinen Gott!

Respekt, wer selber glaubt!

1.Johannes 3:18-20

Deshalb, meine Kinder, lasst uns einander lieben: nicht mit leeren Worten, sondern mit tatkräftiger Liebe und in aller Aufrichtigkeit.  19 Daran erkennen wir, dass die Wahrheit unser Leben bestimmt. So können wir mit einem guten Gewissen vor Gott treten.  20 Doch auch wenn unser Gewissen uns schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott barmherziger mit uns ist als wir selbst. Er kennt uns ganz genau. Hoffnung für alle, 2009, 2015

Die Bibel ist schon ein schlaues Buch.
Sie ist geschrieben von den unterschiedlichsten Menschen, inspiriert durch den Heiligen Geist.

Genau darum trifft Johannes genau den Kern:

Darauf kommt es an: tatkräftige und aufrichtige Liebe.
Diese Liebe kann gar nicht anders, sie bringt Opfer.
Diese Liebe begegnet der Bedürftigkeit des anderen.

Es gibt zurzeit eine Welle der Hilfsbereitschaft:

Einkaufen für ältere Menschen,
Lernhilfen für Schüler, die zu Hause lernen.

Aber es gibt auch das:

Prügeleien im Baumarkt, im Supermarkt.

Es wird nicht einfach so liebevoller, verständnisvoller, sozialer in unserer Gesellschaft.

Christen sollten den Unterschied machen!

An der Liebe sind Christen zu erkennen (Johannes 13:35)!

Und auch das ist wichtig:

Gott ist größer als unser Herz!

Manchmal sind wir schlicht überfordert:

Unser eigener Anspruch kann uns unter Druck setzen:

Lieben! Freundlich sein! Geduldig sein! Hinweis auf Jesus sein!

Wenn Ausrufezeichen uns zur Anklage werden, dann ist Gott größer.

Manchmal sind wir schlapp, uns geht die Puste aus.

Waren wir nicht gestern noch mutig, voller Gewissheit und Tatendrang?

Wir sind so oft hin- und hergerissen.

Sehen wir auf den lebendigen Gott.

Er ist größer als unser Herz!

Psalm 38:19

Ich bekenne meine Schuld. Meine Sünde tut mir von ganzem Herzen leid.
Neue Genfer Übersetzung, 2011

Kennst Du das auch:

Man schleppt sich herum, geht dem Partner aus dem Weg.
Die Auseinandersetzung vom Abend liegt noch in der Luft.

Nichts ist geklärt. Nichts ist zu Ende ausgesprochen.
Dir hat´s gelangt. Du hast einfach nicht mehr gesprochen – bist ins Bett gegangen.

Vielleicht bist Du der Türzuknaller. Peng!
Mag sein, dass es Dir dann besser geht. Gut ist dann noch lange nichts.

Vertragt Euch – so sprechen die Eltern ganz weise mit ihren lieben Nachkommen.

Schlechte, sehr schlechte Vorbilder sind wir oft.

Der Klügere gibt nach – ach!
Wenn das so einfach wäre.

Ist es nicht.
Muss es auch nicht.

Hygiene lernen wir in diesen Tagen – bis es auch der letzte verstanden hat:
Händewaschen ist wichtig.

Wie wäre es mit Seelen-Hygiene!

Verantwortung wahrnehmen:

Ja, das war ich. Vergib mir bitte.
Es tut mir leid, das hätte ich nicht sagen sollen.

Wie wäre es mit Seelen-Hygiene:

Ich vergebe Dir

Dieser Entschluss ist so sehr wichtig: Ich trage es dem anderen nicht nach.

So werden wir frei von Schuld und so geben wir den anderen frei.

Wohin mit der eigenen Schuld?

1.Johannes 1:9

Wenn wir unsere Sünden bekennen, erweist Gott sich als treu und gerecht: Er vergibt uns unsere Sünden und reinigt uns von allem Unrecht, ´das wir begangen haben`.

Jesaja 29:16

Was für ein Trugschluss! Ist denn ein Klumpen Ton dem Töpfer ebenbürtig, der ihn bearbeitet? Behauptet ein Kunstwerk von seinem Künstler, er habe es nicht gemacht? Oder sagt ein Tonkrug über seinen Töpfer: „Er hat keine Ahnung!“?

Es ist doch eigenartig.

Wir wissen, wie die Dinge zu laufen haben.
Wir kennen uns aus: im Beruf und privat.
Wir haben alles im Griff.
Wir planen bis ins nächste Jahr.
Manche meinen zu wissen, wie Gott funktioniert.

Und?

Jetzt steht alles auf dem Kopf.

Wissen wir, welche Einschränkungen in der nächsten Woche verkündet werden?
Wissen wir, ob unser Betrieb in der nächsten Woche Kurzarbeit anmeldet?
Wissen wir, ob wir im Juli in den Urlaub fahren werden?

Anstehen bei Edeka, Aldi und Lidl.

Wir haben tatsächlich nichts im Griff!

Aber: Auch jetzt meint der eine oder andere noch immer zu wissen, wie Gott funktioniert.

Ein wenig Demut täte uns gut.

Demut öffnet uns die Augen, wer wir sind:

Ton in der Hand des Meisters, des Töpfers, des liebenden Vaters.
Nicht die Meister, sondern immer Lernende, immer Beginner, sind wir.

Wie gut ist es, jeden Tag neu beginnen zu dürfen an der Hand des Meisters, des Töpfers. Einen Tag leben, erleben! Bewusst leben, erleben. Als Beginner den Tag erleben! Sehr bewusst und konzentriert einen Tag leben. Mehr können wir tatsächlich gar nicht überblicken. Wir können das jetzt bewusst lernen, damit wir nicht wieder atemlos werden!

Demut öffnet uns die Augen für das, was wirklich zählt:

Beziehungen sind so wertvoll:

Gott ist das Fundament, der Anker, der uns hält.
Vermisst Du auch manchmal seine Nähe, wenn Du das Reden mit ihm vergessen hast?
Gott bringt sich in Erinnerung in diesen Tagen!

Menschen sind so unendlich wertvoller als Konsum, Kapital, Auto, Wohnung, oder Haus. Ich vermisse Menschen, nicht das Haus der Gemeinde. Das ist leer.

Stellen wir uns wieder richtig auf!
Dafür ist jetzt gerade Zeit!

Kolosser 1:9

Deshalb hören wir auch seit dem Tag, an dem wir davon erfahren haben, nicht auf, für euch zu beten. Wir bitten Gott, dass er euch durch seinen Geist alle nötige Weisheit und Einsicht schenkt, um seinen Willen in vollem Umfang zu erkennen. Neue Genfer Übersetzung, 2011

Kolossai liegt im oberen Lykostal (heutige West-Türkei); Nachbarstädte waren Laodikeia am Lykos und Hierapolis. Die Stadt lag an einer Handelsstraße, die nach Ephesos und Milet führte.

Paulus ist mit der Gemeinde in Kolossä in Kontakt.

Epaphras hat ihn über die Entwicklung der Gemeinde informiert:

Sie sind aufgrund des Glaubens mit Jesus Christus verbunden,
darum gehören sie zu Gottes Leuten, wo immer sie sich treffen.

Ihr Glaube an Jesus Christus ist Gesprächsstoff in ihrer Umgebung, ihre Liebe zu anderen Christen ist beachtlich, motiviert sind sie durch die Hoffnung auf das, was Gott im Himmel für sie bereithält, ihr Leben mit Christus und ihr Sprechen von Christus beeinflussen das Leben in der Stadt positiv.
 
Das klingt enorm gut – und ist enorm gut!
 
Eine Gemeinde zu sein mit Einfluss in der Stadt, das wünschen wir uns!
Dass man von unserer Liebe zu einander und zu anderen Gemeinden in Moers spricht, das wär`s doch!
Dass wir motiviert sind durch die Hoffnung auf das, was Gott im Himmel für uns bereit hält,
dass unser Leben mit Christus und unser Sprechen von Christus das Leben in Moers positiv beeinflusst, das ist doch nicht nur ein Traum!

Wie geht das?

Paulus betet – zusammen mit seinen Mitarbeitern für diese Gemeinde! So geht das!

Oder anders ausgedrückt: Ohne Gebet der Gemeinde wird es nicht gehen!

Wofür betet Paulus?

Interessant: Er betet nicht für das zahlenmäßige Wachstum der Gemeinde!

Paulus betet um Weisheit und Einsicht, um Gottes Willen in vollem Umfang zu erkennen.

Der Wille Gottes?

1.Timotheus 2:4
Gott will, dass alle Menschen gerettet / erlöst werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen!

Wir bemerken:

Es geht ja gar nicht in erster Linie um unsere Bedürfnisse in der Gemeinde!

Beten wir, dass sein Wille geschieht, dann geschieht auch das andere, s.o.

Apostelgeschichte 14:17

Doch er gab sich ihnen schon immer zu erkennen, indem er ihnen Gutes tat. Er ist es, der euch vom Himmel her Regen schickt und euch zu den von ihm bestimmten Zeiten reiche Ernten schenkt; er gibt euch Nahrung im Überfluss und erfüllt euer Herz mit Freude.               Neue Genfer Übersetzung, 2011

Eine gute und wichtige Erinnerung:

Gott gab sich schon immer zu erkennen!

Wir neigen dazu, das zu vergessen.

Ich höre immer wieder Sätze, wie diesen: „Wenn Gott doch endlich wieder Wunder täte, dann würden die Menschen glauben!“

Der Satz ganz oben stammt von Paulus. Und: Er gefällt mir besser!

Paulus ist mit seinem Mitarbeiter Barnabas unterwegs mit einer Mission.

Seine Mission: Menschen sollen von Jesus dem Sohn Gottes hören und ihr Leben diesem Retter anvertrauen. Denn so wird man Christ – und so bekommt man ewiges Leben als Geschenk von Gott!

Sie sind in Lystra, 30 Kilometer südwestlich von Ikonion. Heute befindet sich der Ort nördlich des Dorfes Hatunsaray in der türkischen Provinz Konya.

Lystra erhielt unter Kaiser Augustus den Titel einer römischen Colonia und wurde der Provinz Galatien zugerechnet.

Da war was los in diesem Ort. Darum waren Paulus und Barnabas auch dort.

Und auch in anderer Hinsicht war was los:

Paulus und Barnabas sprechen vor einer großen Menge von Jesus, dem sie vertrauen . Während Paulus spricht, entdeckt er einen gelähmten Mann in der Masse. Paulus spricht ihn an und merkt, dass dieser Vertrauen zu Jesus gefasst hat. Er spricht ihm im Namen von Jesus Heilung zu – und der Mann springt auf!

Die Menge tobt – und beginnt Paulus und Barnabas zu verehren.

So sind wir!

Glauben stellt sich nicht unbedingt nach Wundern ein. Wir sehen nicht unbedingt Gott am Werk!

Zufall! Das kann man auch anders sehen! Das passiert schon mal!

Spontanheilung! Das passiert in der Medizin!

Und: Gott handelt!

Gott handelt durch Medizin, Ärzte und an Menschen vorbei.

Einfach so!

Machen wir die Augen auf: Es wird Frühling! Das Leben erwacht vor unseren Augen! Lass Dein Herz mit Freude erfüllen, s.o.!

Bleibt behütet und besonnen!

Ihr Lieben,

wir feiern morgen unseren ersten Wohnzimmer-Gottesdienst. Ab 10:00 h findet Ihr meine Predigt per Video auf unsererm neue YouTube Kanal.
 

Philipper 4:7

Dann wird der Frieden Gottes, der weit über alles Verstehen hinausreicht, über euren Gedanken wachen und euch in eurem Innersten bewahren – euch, die ihr mit Jesus Christus verbunden seid.
Neue Genfer Übersetzung, 2011
 
Von Paulus stammt dieser Satz.
 
Ein schlauer Mensch, gebildet, gut vernetzt.
 
Er weiß etwas, er lebt etwas, was im Getümmel des Alltags so schnell vergessen wird.
 
Er weiß, wie der Friede sich einstellt.
Er weiß, wie ein spezieller Frieden sich einstellt, der Friede von Gott.
 
Dieser Friede kommt!
 
Er kommt unweigerlich zu Menschen, die ihr Leben Jesus Christus anvertrauen.
 
Dieses Vertrauen auf Jesus macht Sinn:
 
Er ist Gottes Sohn.
Er zeigt uns, wie und wer Gott ist: Er ist unser Vater im Himmel!
Er hat den Tod besiegt. Er sitzt zu rechten des Vaters auf dem Thron im Himmel!
Und: Er kommt wieder!
 
Menschen, die Jesus vertrauen, laden ihre Sorgen bei ihm ab.
 

Philipper 4:6

Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn.
 
So machen wir es, in Zeiten wie diesen.
 
Und dann kommt der Friede Gottes.
 
Dieser Friede wacht über unsere Gedanken und wacht über unser Inneres.
 
Wie gut ist das!
 
Bleibt behütet und besonnen!
 

Psalm 27:5

Denn er wird mich am Tag des Unglücks in seinem Zelt bergen, mir dort in der Verborgenheit seinen Schutz gewähren und mich auf einem hohen Felsen in Sicherheit bringen.
Neue Genfer Übersetzung, 2011

Von David stammt dieses Gebet.
Es lohnt sich sehr, den ganzen Psalm zu lesen.

David kennt sich aus mit Krisen:

Als Teenager steht er vor Goliath, dem feindlichen Riesen.
Später wirft ein verwirrter König nicht nur mit Worten, sondern mit einem Speer nach ihm.
Lange ist er auf der Flucht vor seinem Vorgänger als König.
Ein schwacher Moment, ein gieriger Blick nach einer fremden Frau, das hat fatale Konsequenzen für die Frau, für ihren Ehemann, für seine Ehe, für das gezeugte Kind.

Wie das so im Leben ist:

Schöne Momente, ätzende Situationen, unfassbares Glück, Schmerzen, tiefe Traurigkeit, helle Momente.

David spricht mit einer tiefen Gelassenheit:

Er wird mich am Tag des Unglücks in seinem Zelt bergen!

Das Zelt Gottes ist die transportable Kirche Israels zur Lebenszeit des David.
Das Zelt Gottes ist Gottes Gegenwart bei uns Menschen.

Bei uns Menschen ist Gott.

In Zeiten wie diesen dürfen wir uns einkuscheln in die Gegenwart Gottes.

Wie das geht?

Ich mache mir jeden Morgen bewusst, dass Gott da ist:

Auf der Couch im Wohnzimmer: „Jesus danke, Du bist jetzt hier – ich bin auch hier!“

Und dann nehme ich mir Zeit, seine Gegenwart zu genießen.
Ich bin einen glücklichen Moment lang erst einmal still.

Und: Solche Momente schaffe ich mir im Laufe des Tages!

Und dann weiß ich es und oft spüre ich es auch:

Ich bin in Sicherheit!

Bleibt behütet und besonnen!
 

2.Könige 13:23

Der Herr wandte sich Israel wieder zu um seines Bundes willen mit Abraham, Isaak und Jakob und wollte sie nicht verderben, verwarf sie auch nicht von seinem Angesicht bis auf diese Stunde.
 
„Adam, wo bist Du?“, so fragt Gott schon ganz am Anfang der Geschichte Gottes mit uns Menschen. Versteckt hat sich das erste Menschenpaar vor Gott – und er? Er ruft sie heraus aus der Deckung.
 
Und so geht es weiter: Durch den ganzen ersten Teil der Bibel hindurch ruft Gott nach seinen Menschen. Auch der zweite Teil der Bibel ist ein einziger Ruf nach uns Menschen.
 
Und: So geht es weiter bis heute. Ja, tatsächlich bis heute!
 
Ganz offensichtlich ist Gott nicht nachtragend.
 
Er trägt uns nicht nach, dass wir ihn vergessen.
Er trägt uns nicht nach, dass wir modernen Götzen folgen.
 
Unermüdliche bringt er sich ins Gespräch, bis heute!
 
Er hält fest an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob.
Er hält fest an seinen Bund, begründet durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes, Jesus.
 
Die Bibel verschweigt nicht Gottes Zorn.
Aber Gottes Güte wiegt stärker als sein Zorn.
 
Gottes Güte:
 
Durch seinen Sohn streckt er jedem seine Hand entgegen! Durch seinen Sohn zeigt er uns, dass er uns nah sein will!
 
Er spricht zu uns in diesen Tagen!
 
Worauf setzt Du Dein Vertrauen?
Wer hält Dich, wenn Deine Sicherheit zerbricht?
 
Gott ist der sichere Turm im Sturm!
 
Wenn Ihr eine Bibel an Eure Nachbarn / Freunde / Arbeitskollegen weitergeben möchtet:
 
Bibel Europa Weit hat komplette Schlachter-Bibeln in Vorrat
info(at)bew-ev.de
 
Bleibt behütet und besonnen!

Psalm 104:27-28

Alle Lebewesen hoffen auf dich, dass du ihnen ihre Speise gibst zur rechten Zeit.  28 Du gibst sie ihnen, sie sammeln alles ein. Du öffnest ´freigebig` deine Hand, und sie werden satt von ´deinen` guten Gaben.
 
Hamsterkäufe in Deutschland. Wer hätte gedacht, dass das möglich ist – wohl nicht unbedingt nötig.
Wir merken in diesen Wochen, dass das Selbstverständliche nicht selbstverständlich ist.
 
Menschen, die in unserer Gemeinde ein Zuhause gefunden haben – z.B. aus Syrien – wissen, wie sich das anfühlt: Leere Regale; Unsicherheit; Nicht wissen, was morgen geschieht.
 
Könnte es sein, dass Gott uns satte Menschen mit der Nase auf das wirklich Notwendige stupst?
 
Wir haben alles im Überfluss:
Nahrung, Einkaufsmöglichkeiten, Sportstätten, Freizeitmöglichkeiten, Urlaubsziele …
 
Und doch keine Zeit für den nächsten Menschen, nicht für uns selbst und nicht, oder so wenig für den Schöpfer und Erhalter dieser Welt.
 
Sie gehört uns nicht, die Welt. Sie ist geliehen.
Unser Leben gehört uns nicht, es ist uns anvertraut mit einem Ziel: Unser Leben soll Gott ehren!
 
Es macht mich nachdenklich:
 
Was werden wir jetzt machen, wo unser gewohntes Leben ausgebremst wird?
Was werden wir machen mit der Zeit?
Werden wir (wieder) beginnen, den Schöpfer zu ehren?
Werden wir (wieder) mehr auf den Schöpfer hoffen, als auf unser Können und dass alles wieder irgendwie gut wird?
 
Gott spricht zu uns in diesen Tagen:
 
Wirklich satt werden wir nur von seinen guten Gaben!
Und: Habt Erbarmen mit Menschen in Not!

1.Timotheus 4:7

Übe dich darin, den Willen Gottes zu tun!
 
Es fällt bekanntlich kein Meister vom Himmel!
Und: Übung macht den Meister!
 
Es ist schon interessant, dass das auch für den Glauben, unser bewusstes Leben mit Jesus, gilt.
Jesus bezeichnete seine Nachfolger bekanntlich als Jünger.
Jünger: So nannte man zurzeit von Jesus die Schüler eines jüdischen Gelehrten.
 
Simon, Johannes, Andreas, Judas und die anderen Schüler von Jesus konnten eine Menge von ihrem Meister lernen:
 
Barmherzigkeit mit den Bedürftigen; die Bereitschaft, zu vergeben; Geradlinigkeit; den Mitmenschen wahrzunehmen und seine Bedürfnisse wichtiger zu nehmen als die eigenen. Sie lernten das Beten von ihm.
 
Das Christ sein muss man üben, einüben. Wir brauchen andere Christen, die uns zeigen, wie das geht: Beten; lesen in der Bibel; hören auf Gottes Stimme; tun, was Jesus tat; über unseren Glauben sprechen.
 
Das ist uns nicht angeboren.
Das ist unsere Chance: Wir lernen von Vorbildern. Vorbilder helfen uns beim Üben, damit der Glaube Wurzeln schlägt. Wir brauchen Einübung und Hilfe zum Durchhalten.
 
Die Übungsergebnisse brauchen wir nicht, um Jesus zu beeindrucken. Er kennt uns sowieso.
Aber mit Einübung geben wir ihm immer mehr Raum in unserem Leben.
 
Und so sind wir Vorbilder für andere!
 
Bleibt behütet und besonnen!